Die Idee

Es wird viel über Stress und Burnout gesprochen, aber wenig über die Mechanismen, die dahinter stecken. In "Zentriert leben" geht es nicht um effizientere Zeitplanung oder ähnliche Optimierungstools, denn im Gegensatz zur Verwendung des Wortes  "Stress" im Alltag, hat der Begriff meistens nur wenig mit "viel Arbeit" zu tun.

Natürlich gibt es sehr viele Stressoren (Stress auslösende  Faktoren) im Arbeitsalltag. Bloss haben wir als Einzelpersonen auf viele systembedingte Stressoren nur sehr begrenzten Einfluss:
Die Arbeitsmenge, menschliche und finanzielle Ressourcen, Führungsstil der Vorgesetzten, gewährte Kompetenzen, wirtschaftliche Situation, Mobbing usw.
Da helfen auch viele gutgemeinte Tipps in Ratgebern nicht weiter.

Wir müssen nicht nur versuchen bei den Stressoren anzusetzen (was zu zusätzlichem Stress oder gar Burnout führen kann), sondern dort, wo der Stress entsteht und uns das Leben schwer macht:
in uns selbst!
In einem Wald voller Giftpflanzen, kann die Lösung nicht darin bestehen, alle Giftpflanzen auszureissen; wir sollten primär aufhören sie zu essen.

Stress hat nicht nur mit der Situation zu tun, sondern in erster Linie mit unserer Beurteilung der Situation. Um es mit dem Philosophen Epiktet zu sagen:

" Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben."

"
Zentriert leben" möchte deshalb Wissen vermitteln um Stress, seine Entstehung, Funktion und Gefahren besser zu verstehen. Spezifische Entspannungsübungen helfen unsere eigene Mitte zu finden und uns zu regenerieren. Mit systemischen Fragen werden kreative Lösungen gefördert.

Das Ziel ist, die Einzelperson zu befähigen, sich selber zu coachen, einen Ausweg aus scheinbar ausweglosen Situationen zu finden und das eigene Zentrum zu festigen.